Hans Waal: Die Nachhut

Angehörige der Waffen-SS hatten einst den Auftrag, sich in einem Bunker nahe Wittstock zu verschanzen und auf die Ankunft des “Führers” zu warten, um ihn zu beschützen. Der ranghohe Gast kam nie. Als nach über 60 Jahren der letzte Büchsenöffner kaputt ging, beschließen die letzten vier Exemplare den Ausstieg.
Immer noch in der Annahme, sich mitten im Krieg zu befinden, wollen sie sich ins Kampfgetümmel stürzen und in die “Reichshauptstatt” durchschlagen. Doch die Welt hat sich verändert. Die kauzigen Herren, bewaffnet und uniformiert, nehmen auch gleich mal einen Pfarrer als Geisel und beschießen einen Bus mit amerikanischen Schülern.
Doch bald werden sie zu Gejagten. Die Presse wittert DIE große Story und das BKA erklärt die Vorfälle ins Reich der Legenden, schließlich will man nach außen einen Staat demonstrieren, der die Geschichte aufgearbeitet hat. Über den Weg laufen ihnen aber auch staunende Neonazis und (freiwillige und unfreiwillige) Familienangehörige.
Eine sehr originelle Satire über den Umgang mit deutscher Geschichte!

Eine Antwort zu “Hans Waal: Die Nachhut”

  1. Hallo und vielen Dank für den freundlichen Empfehlung. H. Waal liest am 5. November in der Rudolstädter Bibliothek aus seiner Nazi-Satire.

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