
Ich finde das Buch schön, weil es heißt wie ich – Amelie. Amelie erlebt mit ihrem Hexenbesen viele witzige Dinge.
Amelie Reißig

Ich finde das Buch schön, weil es heißt wie ich – Amelie. Amelie erlebt mit ihrem Hexenbesen viele witzige Dinge.
Amelie Reißig

Ich finde die Witze cool, denn ich mußte immer lachen und meine Familie auch und manche Witze habe ich mir 10 mal durchgelesen, weil sie so witzig waren. Kurz – ich fand sie toll.
Amelie Reißig
Es war sehr schön und spannend das hat mir gefallen!
Kim Lange

Das handelt vom Leben und Arbeiten der Menschen des Mittelalters. Ich fand das Buch sehr interessant.
Jonas Hantusch
Die Geschwister Corry und Kenneth Tyler kommen dem Bestatter Fenton Breece auf die Schliche, der die ihm anvertrauten Verstorbenen auf schreckliche Art und Weise zu ihrer letzten Ruhestätte geleitet. Corry und Kenneth beschließen, seine Greueltaten zu fotografieren und Breece damit zu erpressen. Doch der engagiert den allseits gefürchteten Granville Sutter, der die Fotos beschaffen soll, egal auf welchem Weg. Es beginnt eine spannende Hetzjagd.
Laut Stephen King die beste Neuerscheinung des letzten Jahres.
Herr W. bekommt unerwartete Post. Er wird zu einer Podiumsdiskusssion der Untergrunddichter der DDR eingeladen und fragt sich, ob denn nicht eine Verwechslung vorliegt, schließlich war er weder Dichter, noch im Untergrund. Nach einem Telefonat mit den Initiatoren wird er neugierig und fordert seine Stasi-Akte an. Beim Lesen entdeckt er Gedichte, die er als Jugendlicher geschrieben, aber irgendwann verbrannt hat. Die Stasi sammelte und interpretierte diese akribisch. Herr W. wurde zum Staatsfeind erklärt, dabei schrieb er diese Gedichte weder für den Widerstand noch gegen den Staat, sondern lediglich, um Liane zu imponieren, seiner Jugendliebe, die in München wohnte.
Wieland nähert sich der Thematik weder mit erhobenem Zeigefinder, noch neunmalklug nach dem Motto „Ich habe das Spiel damals nicht mitgespielt“. Er erzählt die Geschichte etwas ungläubig, mit einem amüsiertem Unterton, den man in 20 Jahren Nachwendebiographie entwickeln kann und mit Worten, die klingen und wirken und mich den Tag, da ich das Buch ausgelesen hatte, verfluchen ließen.
Angehörige der Waffen-SS hatten einst den Auftrag, sich in einem Bunker nahe Wittstock zu verschanzen und auf die Ankunft des „Führers“ zu warten, um ihn zu beschützen. Der ranghohe Gast kam nie. Als nach über 60 Jahren der letzte Büchsenöffner kaputt ging, beschließen die letzten vier Exemplare den Ausstieg.
Immer noch in der Annahme, sich mitten im Krieg zu befinden, wollen sie sich ins Kampfgetümmel stürzen und in die „Reichshauptstatt“ durchschlagen. Doch die Welt hat sich verändert. Die kauzigen Herren, bewaffnet und uniformiert, nehmen auch gleich mal einen Pfarrer als Geisel und beschießen einen Bus mit amerikanischen Schülern.
Doch bald werden sie zu Gejagten. Die Presse wittert DIE große Story und das BKA erklärt die Vorfälle ins Reich der Legenden, schließlich will man nach außen einen Staat demonstrieren, der die Geschichte aufgearbeitet hat. Über den Weg laufen ihnen aber auch staunende Neonazis und (freiwillige und unfreiwillige) Familienangehörige.
Eine sehr originelle Satire über den Umgang mit deutscher Geschichte!
Skulduggery Pleasant, das lebendige Skelett, macht sich wieder mit der 13-jährigen Walküre Unruh auf den Weg, die Welt zu retten. Ob die zwei es schaffen, zu verhindern, das Baron Vengeous die Gesichtslosen zurückholt, sei an dieser Stelle natürlich nicht verraten.
Wie schon im ersten Teil ist das Buch spannend bis zur letzten Seite und obwohl Sukduggery und Stephanie immer wieder ihre Leben riskieren, sind sie nie um ein spöttisches Wort oder einen witzigen Dialog verlegen.
Schade finde ich, dass beinahe pausenlos brutale Kampfhandlungen geschildert werden. Es fließt viel Blut und Menschenkörper platzen. Freunden der spannenden Fantasyliteratur sei das Buch empfohlen, Kindern eher unter Vorbehalt.
Das Topper’s House – kein gewöhnliches Hochhaus in London, sondern auch ein idealer Platz für gescheiterte Existenzen. Natürlich braucht man einen Plan, den hohen Maschendrahtzaun zu überwinden, der Besucher des Daches von dem unfreiwilligen oder geplanten Sturz in die Tiefe abhalten soll. Denn man war garantiert nicht der Erste mit diesem endgültigen Gedanken, den gescheiterte Menschen früher oder später hegen. Dann fehlen lediglich noch ein paar Schritte und der Absprung, es sei denn, das Schicksal will es anders. Das Schicksal hat in Nick Hornbys neuestem Buch „A long way down“ vier Gesichter.
Martin, zynischer Talkmaster, als Ehemann und Vater schon längst gescheitert, erlangte ungewollte Berühmtheit, als er nach einem Verhältnis mit einer Fünfzehnjährigen im Gefängnis landete.
Maureen, die personifizierte Unschuld, leistete sich nur eine Unachtsamkeit und die bescherte ihr gleich ein Kind. Noch bevor sie anfangen konnte, zu leben, war ihr Weg vorbestimmt. Der Vater des Kindes ergriff die Flucht, Maureen bekam einen Job auf Lebenszeit, denn Sohn Matty ist schwerbehindert.
Jess, die durchgeknallte Tochter eines Ministers, geht ihren Mitmenschen mit ihrer dreisten und aggressiven Art auf die Nerven. Als sie auch noch von ihrem Freund verlassen wird, ist der Umgang mit ihr noch schwieriger. Nicht nur die anderen hassen sie, sondern sie sich selbst ebenso. Jess’ einziger menschlicher Zug scheint darin zu bestehen, dass sie ihre verschwundene große Schwester vermisst.
Der Vierte im Bunde ist JJ – Pizzabote, Musiker, Amerikaner. Er kam über den „großen Teich“ und jobbt in London, weil sich seine Band, sein Lebensinhalt, auflöste und ihm seine Freundin obendrein noch den Laufpass gab. Die Grundpfeiler seines Lebens und all seine Träume fielen in sich zusammen.
Vier Menschen also, die unterschiedlicher nicht sein könnten und doch verbindet sie eine entscheidende Sache: sie sind alle willens, die letzten Schritte zu gehen und den Sprung hinunter zu wagen.
Doch erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt…
Nick Hornby verzichtet auf das Einstreuen von Lebensweisheiten, lässt amüsante Dialoge anstelle tiefsinniger Monologe wirken. Er schickt die Protagonisten auf die Suche nach dem Leben, aber nicht nach dessen Sinn. Dem Leser wird weder Verständnis abgerungen, noch wird er in ethische Diskurse entführt. Hornby lässt die Hauptfiguren miteinander in Beziehungen treten, die nicht in schnulzigen Romanzen oder unzerbrechlichen Freundschaften enden. Er nähert sich diesem sensiblen Thema auf ganz besondere Art und Weise. Er packt es beim Kragen, ohne ihm die Luft zu nehmen. Und auch, weil man den melancholichsten Stimmungen noch ein Lächeln abgewinnen kann, ist „A long way down“ wieder ein richtiger „Hornby“!
„Du bist Deutschland“ – ein Slogan, der uns Vertrautheit signalisieren und zur Verantwortung für ein Land aufrufen soll, in dem jeder ein Teil des Ganzen ist. Aber wenn JEDER Deutschland ist, dürfen wir nicht die 11 Millionen Menschen vergessen, die arm, oder zumindest von Armut bedroht sind. 7 Millionen Deutsche leben auf Sozialhilfeniveau, 3 Millionen Haushalte sind überschuldet. In Westdeutschland lebt jedes achte Kind in Armut, im Osten sogar jedes vierte. Auch das ist Deutschland.
Warum gibt es trotzdem noch keine vernünftige Armutspolitik? Warum schauen wir immer noch weg, wenn jemand im Müll nach Verwertbarem sucht? Warum denken immer noch die meisten, sie könne es nicht treffen?
Ständig öffnen neue, noch größere Kaufhäuser ihre Pforten. Stadtbilder verändern sich, weil Häuser instandgesetzt und Fassaden verschönert werden. Und wir verbringen unseren Urlaub in Neuseeland, auf Mallorca oder wenigstens im Bayerischen Wald. Aber: „Weder gibt es mehr Arbeit noch mehr Gerechtigkeit. Dafür sieht Mangel heute schöner aus.“, nachzulesen in „Einfach abgehängt: ein wahrer Bericht über die neue Armut in Deutschland“ von Nadja Klinger und Jens König.
Auf 254 Seiten schreiben die Autoren über ein Land, das so viel Geld für Sozialpolitik ausgibt, wie kaum ein anderes, und dabei trotzdem so erfolglos bei der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit ist; wo in „Jobcentern“ „Kunden“ von „Case Managern“ vermittelt werden sollen, die Empfangsdamen „Scouts“ heißen und man sich bei Beschwerden an das „Kundenreaktionsmanagement“ wendet.
Nadja Klinger und Jens König wollen die Perspektive auf Armut ändern. Sie reden mit den Menschen, die am Rand der Gesellschaft stehen und beschreiben die Welt durch deren Augen.
Die persönlichen Schicksale geben den erschreckenden Zahlen ein Gesicht. Angelika Fischer zum Beispiel, gelernte Stenotypistin, ist seit 1990 arbeitslos und erfüllt nicht die Klischees, mit denen Langzeitarbeitslose oft zu kämpfen haben. Sie engagiert sich im Arbeitskreis Gewalt gegen Frauen und Mädchen, beim Frauennotruf, in der Frauenbibliothek, ist im Vorstand des Hauses der Demokratie tätig und kümmert sich um Streitschlichter an Leipziger Schulen. Alles ehrenamtlich, eine bezahlte Arbeits sprang für sie bis jetzt nicht heraus, obwohl sie rund um die Uhr zu tun hat.
Damit Politik nicht mehr nur „Rolle der Bordapotheke auf der Titanic“ spielt, muss umgedacht werden. Die Autoren bieten interessante Denkansätze. So sollte sich Politik nicht am alten Sozialstaat orientieren, der falsche Anreize bietet, durch finanzielle Transfers von staatlicher Hilfe abhängig macht und die Menschen zu wenig fördert. Sie darf sich auch nicht nur an der Mittelschicht orientieren, auch wenn diese die größte Wählerschaft stellt. Sozial Schwache werden zu selten berücksichtigt (Beispiel Elterngeld). Armutspolitik als Querschnittspolitik, die resortübergreifendes Handeln erfordert, muss auch Bildungspolitik sein. Arbeit, Einkommen und Lebensqualität sind abhängig von Bildungsqualifikationen, für die schon im Kindergarten Grundlagen gelegt werden müssen. Armutspolitik bedeutet aber vor allem RESPEKT. Und hier sind wir alle gefragt. Erst wenn jedem Einzelnen klar wird, dass Armut nicht länger an den Rand der Gesellschaft abgedrängt werden kann, weil sie mitten unter uns ist, kann eine Armutspolitik auch funktionieren.